Mitten im Winter…

… ist nicht unbedingt die beste Zeit für einen Garten, weder für einen „richtigen“, noch für einen Balkongarten. Aber nachdem es diesen Winter noch nie so richtig kalt war, wächst immer noch einiges.

Es ist auch nicht die beste Zeit, um einen Garten zu fotografieren – nicht nur, weil es tagsüber so grauslig grau und finster ist, dass mein Fotoapparat fest überzeugt ist, es wäre stockdunkle Nacht, und sich standhaft weigert, anständige Fotos zu machen, sondern auch, weil ich die paar hellen Stunden entweder in der Arbeit verbringe, oder einfach nicht und nicht aus meinem warmen, gemütlichen Bett herausfinde, und dann ja noch ausgiebig frühstücken muss, bis es – ups! – schon wieder fast dunkel ist!

Jedenfalls müssen wir uns deswegen mit Bildern von Mitte Dezember begnügen, aber viel geändert hat sich seitdem eh nicht.

So sieht der Garten jetzt im Winter aus:

Warm in Vlies eingepackt. Darunter versteckt sich das:

Gut, die Paprikapflanzen hinten in der Ecke haben im Dezember endlich aufgegeben, den Spinnmilben-verseuchten Ananassalbei vorne hab ich zurückgeschnitten, und ein paar von den entweder winzigen oder unförmigen Kohlrabis hab ich gegessen, aber sonst hat sich nichts verändert. Sogar das Löwenmaul (im ersten Bild im rechten oberen Eck gerade noch erkennbar) blüht noch munter vor sich hin.

Neben den Schrumpf-Kohlrabis hab ich im Dezember auch noch Mangold geerntet:

Das verrückte Grünzeug hat anscheinend immer noch keine Lust, aufzugeben – mir kommt vor, die paar Blättchen, die noch übrig sind, wachsen weiter. Wo ist verdammt noch mal unser Winter? Für so was sollte es doch viel zu kalt sein!

Mini-Mini-Baby-Karotten gibt’s immer noch:

Man sollte Karotten nicht erst irgendwann im Sommer, so nach dem Motto „Ah ja, das wollte ich auch noch auspobieren!“ in die ausgelaugte Erde von irgendeinem Blumenkisterl säen, wo zwischen Mangold und Zitronenthymian gerade ein Fleck frei geworden ist, weil aus dem orangen Blumenkohl doch nichts geworden ist, dann den Rest des Jahres aufs Nachdüngen vergessen und auch noch nie ausdünnen… da können die Karotten ja nicht größer werden!

Aber was den Geschmack betrifft, na, da können sich die gekauften Karotten eine Scheibe davon abschneiden!

Bei den Radieschen das selbe – die sind zwar auch noch winzig, aber das eine, das ich bis jetzt dieses Jahr gegessen habe, hat genügt, dass ich kein einziges Radieschen mehr kaufen werde – für das grauslige wässrige Zeug ist mir doch echt mein Geld zu schade!

Eigentlich hab ich ja für meinen Winter-Garten noch mehr geplant und angesät, aber das hat nicht so recht geklappt. Aber darüber schreib ich dann nächste Woche – dann hoffentlich wirklich, eigentlich wollte ich das schon diese Woche machen, aber dann wollte ich euch doch lieber zeigen, wie mein Garten jetzt aussieht.

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