„Zahlt sich das aus?“ Teil 2

Letzte Woche hab ich darüber geschrieben, was 2011 in meinem Balkongarten gut gediehen ist. Aber natürlich hat’s auch einiges gegeben, das sich nicht so ganz bewährt hat:

Noch einen Versuch wert:

Radieschen: Die hab ich nie abgewogen, laut meinen Notizen „4,75 Bund“. Nicht unbedingt viel, und gerade eben genug um den Preis der Samen abzudecken (eine relativ teure Mischung in verschiedenen Farben), aber so viel besser als gekaufte, und so viel bunter. Leider ist es ihnen bald zu heiß geworden, aber ich hab halt dann einfach die Samenschoten gefuttert (noch mal 175 g).

Karotten: Letztes Jahr im Mini-Format, dieses Jahr werd ich versuchen, früher zu säen, auszudünnen und wenn notwendig zu düngen. Wär doch gelacht, wenn die nicht größer werden könnten als mein kleiner Finger.

Paprika: Wenn ich nächstes Jahr nicht erst irgendwann im Juni so halb verhungerte Pflanzen kaufe, wird sicher mehr draus. Nachdem sie sich irgendwann im September oder so endlich erholt haben, haben sie ja doch noch fleißig getragen, auch wenn die Paprikas ziemlich winzig waren (0,25 kg)


Melanzani (Auberginen): Im Prinzip das selbe wie bei den Paprikas, nur dass auch noch Blattläuse und Spinnmilben  beteiligt waren. (0,28 kg)

Fisolen (Bohnen): Zu wenig Licht und zu viele hungrige „Viecher“ und wuchernde Trichterwinden, und eine ungeschickte Gärtnerin, die die letzten überlebenden Pflanzen versehentlich mit den Trichterwinden ausgerissen hat. Jämmerliche 60 g „Blauhilde“ haben’s in den Kochtopf geschafft, aber ich hab noch genügend Samen, und ich glaube, dass das was werden kann, also wird weiter probiert.

Erbsen: Die Ernte war echt erbärmlich (so ungefähr 2, 3 Schoten), aber weil ich noch Samen hab, probier ich’s noch einmal. Und andere Leute schaffen das ja auch!

Gurken: Mit 0,75 kg eine enttäuschende Ernte, und Spinnmilben über Spinnmilben, aber einmal probier ich’s noch.

Radieschenschoten und Erbsen

Wassermelonen, Zuckermelonen: Das selbe Problem wie bei den Fisolen: Lichtmangel, Spinnmilben und Trichterwinden-Würge-Dschungel. Aber ich hab noch Samen, also noch ein Versuch!

Süßkartoffeln: Ich hab letzes Jahr zwei Sorten gesetzt, die als Zierpflanzen angeboten werden. Mit 0,6 kg haben sie noch nicht mal die Kosten für die Pflanzen abgedeckt, und den Geschmack finde ich immer noch gewöhnungsbedürftig, aber mir gefallen die Pflanzen, und ich hab Stecklinge gemacht, die ich überwintere, so dass ich nächstes Jahr keine Anschaffungskosten habe. Und eine Süßkartoffel im Geschäft gekauft, die hoffentlich austreibt, so dass ich noch mehr Stecklinge machen und eine Sorte setzen kann, die auch für die Knollen gezüchtet ist, und nicht für schönes Laub.

Keinen zweiten Versuch wert war zum Glück nur eine Gemüseart:

Karfiol (Blumenkohl): Ich hab von Anfang an vermutet, dass es keine gute Idee ist, aber in lila und orange war er dann doch zu verlockend. Na ja… riesige Pflanze, Blattläuse, Kohlweißlinge, und letztendlich Mini-Mini-Schrumpf-Blumenköhlchen.

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6 Antworten zu „Zahlt sich das aus?“ Teil 2

  1. Gudrune schreibt:

    Naja … Blumenkohl im Gartenhochbeet war auch der totale Reinfall … Riesenblattwerk – viele Schleimerchen – klitzekleine Köpfchen. Aber der von meinem Demeterstand auf dem Wochenmarkt war nur unwesentlich gößer …
    Hab‘ denn aber lieber Genüsschen pur als einen Riesenkopf, der schon beim Kochen stinkt …

  2. Ivynettle schreibt:

    Schnecken hab ich zum Glück keine (aber das ist auch schon alles, was ich nicht hab).

    Stimmt schon, letztendlich ist der Geschmack das wesentliche. Aber für den Blumenkohl ist mir dann doch der Platz zu schade… lustigerweise ist er bei meinen Chef im Folienhaus auch nicht größer geworden, aber da ist ja Platz genug, und das „Grünzeug“ kriegen halt die Hasen.

  3. CarpeDiem schreibt:

    Schön Deine mißglückten Versuche :)
    Im Ernst ich versuche bei meinen Anzuchtversuchen auch gerne Mißerfolge zu dokumentieren. Der Kohl sieht wirklich lustig aus. Willst Du denn unbedingt Paprika? Versuche es doch mal mit diesen türkischen milden Peperoni, die sollen bei uns ganz gut gedeihen.
    Das Bild vom Kohl ist klasse.
    Und Versuche sind immer der Mühe wert und zahlen sich immer irgendwann aus :)

    • Ivynettle schreibt:

      Die Misserfolge zu dokumentieren ist mindestens so wichtig wie die Erfolge – wie sollte man sonst was lernen? Und eine von den wichtigsten Sachen, die ich 2011 gelernt hab ist: es ist OK wenn mal was schief geht (und das ist bei einer Perfektionistin wie mir ziemlich bemerkenswert.)

  4. Biobalkon schreibt:

    Wow, danke, dass du deine Erfolge und Misserfolge so akribisch notierst und teilst! Diese beiden lesenswerten Artikel hab ich ja grad erst entdeckt.
    Ich finde es wichtig, neben den ganzen Sonnenscheinbildern und dem Erntestolz auch mal darauf hinzuweisen, dass man beim Balkongärtnern eben auch mit Blattläusen, Trockenheit, ungünstigem Licht, Wind oder sogar Schnecken zu kämpfen hat.

  5. Pingback: Blogempfehlung: Gemüse aus Balkonien « Biobalkon

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