Erste ernstzunehmende Erbsen-Ernte

… zumindest Zuckererbsen.

Hm, merkt man, dass ich Stabreime mag?

Letztes Jahr waren die Erbsen ja nicht unbedingt eine Erfolgsstory – ganze zehn Hülsen hab ich laut meinen Aufzeichnungen geerntet. Was bei einem Trog von 30×60 cm nicht wirklich viel ist.

Mittlerweile vermute ich ja, dass ich sie letztes Jahr einfach zu heiß geworden ist. Drum hab ich sie dieses Jahr schon Anfang/Mitte Februar angebaut, damit sie so viel wie möglich wachsen können, bevor es zu heiß wird.

Letztes Jahr hatte ich nur eine Sorte, ‚Blauwschokker‘, weil – „cool, violette Erbsen! Will haben!“ (Wenn der Garten schon so klein ist, muss er wenigstens bunt sein, oder?)

Erste Ernte im Juni 2011 – ‚Blauwschokker‘-Erbsen und eine gelbe Johannisbeertomate

Dieses Jahr sind schon drei Sorten draus geworden – eigentlich sollte man annehmen, wenn was nicht so gut funktioniert hat, würde man im nächsten Jahr weniger davon anbauen, nicht mehr… aber auf dem Arche Noah-Balkongarten-Workshop letztes Jahr wurde am Schluss das „Anschauungsmaterial“ verschenkt, so dass ich mit Samen für Zuckererbsen (Sorte ‚Ambrosia‘), Zucchini und Stangenbohnen, einer Oca-Pflanze und einem Majoran nach Hause gekommen bin.

Dann hab ich auch noch mit einer Engländerin Zimmerpflanzen gegen Gemüsesamen getauscht und so ‚Golden Sweet‘ bekommen, eine Zuckererbse mit gelben Hülsen.

Mittlerweile hab ich von ‚Ambrosia‘ zwei Mal geerntet… jedes Mal 10 g. Das sind so ungefähr zwei Bissen, zwar mehr als ich von den ‚Blauwschokker‘ letztes Jahr gekriegt hab, aber immer noch nicht umwerfend. Ganz abgesehen davon, dass es jedes Mal eine elendige Sucherei war, weil die Erbsen genau die selbe Farbe haben wie das Laub. Und jetzt blühen sie eh schon kaum mehr…

Bei den ‚Golden Sweet‘ hat es mir am Sonntag ja fast leid getan, sie zu ernten, weil sie so toll ausgesehen haben:

Aber ich hab sie trotzdem geerntet. Sie waren zwar ein bisserl schwieriger zu erreichen als die ‚Ambrosia‘ – ‚Golden Sweet‘ ist eine hohe Sorte, ‚Ambrosia‘ eine niedrige, und dadurch, dass der Topf sowieso schon ziemlich hoch ist und dann auch noch auf einer Kiste steht, hab ich auf einen Sessel steigen müssen, um sie zu ernten, und dann aufpassen, dass ich nicht übers Geländer purzle. Aber dafür waren sie viel leichter zu finden als die ‚Ambrosia‘ (ein großer Vorteil andersfarbiger Erbsen – die können sich nicht so im Laub verstecken). Und obwohl ich höchstens doppelt so viele Samen gesät habe wie von ‚Ambrosia‘ (vielleicht sogar ungefähr gleich viel, nur mit mehr Abstand zwischen den Pflanzen), hab ich von den ‚Golden Sweet‘ ungefähr 90 g geerntet. Das war dann schon mal eine anständige Portion für mein Abendessen!

Und dazu haben sie noch absolut perfekt ausgesehen, waren zart und haben super geschmeckt! Also ich weiß schon, von welcher Sorte ich Samen ausreifen lassen werde, wenn das Samenpackerl leer wird!

Bei den ‚Ambrosia‘ wird das eher nicht der Fall sein – da werd ich wohl die Samen aufbrauchen und keine neuen mehr kaufen.

Die ‚Blauwschokker‘ haben noch die Chance, sich zu bewähren. Im Moment schauen sie ja nicht so schlecht aus:

Da ist eindeutig mehr drauf als letztes Jahr!

Aber ‚Golden Sweet‘ ist im Moment einfach trotzdem mein Liebling:

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6 Antworten zu Erste ernstzunehmende Erbsen-Ernte

  1. balkongemuesefee schreibt:

    Wow – deine Zuckererbsen sind ja echt schon riesig und haben so schöne Farben – echt hübsch – ich bin begeistert! Da wünsch ich Dir mal viel Spaß beim Ernten!
    Dagegen sehen meine kleinen Pflänzchen echt noch mickrig aus. Mal sehen wie es mit meinen Erbsen weitergeht, auf meinem Südbalkon wird es mittlerweile schon recht heiß.

    Liebe Grüße Fee

  2. kathrin schreibt:

    Wow, blaue Erbsen habe ich bisher noch nie gesehen – die muss ich nächstes Jahr auch ausprobieren!! Ich hatte in den letzten Jahren auch immer eine sehr bescheidene Erbsenernte und dennoch baue ich sie immer wieder an – Du bis also nicht allein.

    lg kathrin

    • Ivynettle schreibt:

      Die ‚Blauwschokker‘ ist letztes Jahr auf einmal überall aufgetaucht – ich hab sie im Winter noch aus dem Reinsaat-Katalog bestellt – und dann hat es sie später eh beim Bellaflora gegeben! Bei der Gartenschau in Ansfelden hab ich sie auch gesehen.

  3. Also ich habe als Kind immer Erbsen ganz frisch aus dem Garten gemocht. Schote auf, Erbsen raus und rein in den Mund.

    Heutzutage mag ich irgendwie gar keine Erbsen mehr. Wobei ich zugeben muss, dass meine Erbsen nur noch aus dem Tiefkühlfach aus dem Supermarkt kommen.

    Nach deinem tollen Bericht habe ich aber wieder Hunger auf Erbsen bekommen. Mal schauen, wo ich frische (am besten aus einem Garten) auftreiben kann. :)

    • Ivynettle schreibt:

      Frische Erbsen und TK-Erbsen sind einfach nicht zu vergleichen! Ich kauf die zwar ab und zu für die Suppe, aber „einfach so“ verlocken die sicher nicht zum Essen.
      Als ich dieses Jahr zum ersten Mal geerntet hab, hab ich mich sehr zusammen reißen müssen, um die Erbsen erst mal zur Küchenwaage zu bringen – ich hab ganz vergessen, wie gut frische Erbsen riechen und war schwer verlockt, sie einfach direkt von der Pflanze runter zu futtern!

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