Rückblicke und Ausblicke – Salat

Asiasalate

Beim Salat ist, finde ich, die Kosten-Nutzenrechnung noch unwichtiger als bei allem anderen. Schon bei den anderen Gemüsesorten zählt die Frische und das „wissen wo es herkommt“ eigentlich mehr als die Frage, ob man damit Geld gespart hat. Aber gerade beim Salat ist ja der aus dem Supermarkt so oft halb verwelkt oder völlig geschmacklos. Und selbst wenn er beim Kauf noch nicht welk ist, ist es in einem Singlehaushalt wie meinem schwierig, einen ganzen Salatkopf rechtzeitig aufzuessen. Da ist Pflück- oder Babyleaf-Salat, von dem ich gerade so viel ernten kann, wie ich brauche – und dann, wann ich ihn brauche – einfach viel praktischer.

Fensterkisterl

Außerdem wächst Salat problemlos in Balkon- oder Fensterkisterln, lässt sich also auf kleinstem Raum anbauen und ist ein unkompliziertes Einsteigergemüse. Also rundum perfekt für den Balkon.

Somit werde ich Salat auf jeden Fall weiter anbauen, egal wie er finanziell abschneidet. Aber schauen wir trotzdem, wie es mit den Ausgaben und den Ernten aussieht.

Erstmal die Ausgaben:

2011: € 4,59 – nur Pflücksalate

2012: € 13,82 – Pflücksalate, ein paar Töpfchen von den Babyleaf-Mischungen, die wir in der Arbeit verkaufen, und Samen von Asiasalaten und Rucola (deshalb auch so viel mehr als 2011)

2013: € 10,33 (möglicherweise mehr, meine Aufzeichnungen für 2013 sind eher schlampig) Wieder Pflücksalate, Babyleafsalate, Asiasalate und Rucola.

Salat

Nun zu den Ernten. Ich habe die verschiedenen Arten in meinen Aufzeichnungen zwar einzeln aufgelistet, werde sie hier aber zusammenrechnen, damit das nicht zu kompliziert wird. Die Preise kommen ausnahmsweise nicht von meinem Biobauern, sondern von den bunten Salatmischungen, die es beim nächstgelegenen Supermarkt im Plastiksack um verdammt viel Geld (so € 12-15/kg) gibt. Gelegentlich erlaube ich mir, mit den Preisen von Sachen zu rechnen, die ich nie kaufen würde, um mich ein bisschen erfolgreicher zu fühlen. Und es ist schließlich das, was meinen eigenen Salaten am Ähnlichsten ist.

2011: 2,25 kg/€ 27,00 (erste Ernte Mitte April, letzte Ernte Mitte November)

2012: 3,3 kg/€ 51,14 (erste Ernte Ende März, letzte Ernte Jänner 2013)

2013: 1,34 kg/€ 19,72 (erste Ernte Mitte März, letzte Ernte Mitte Jänner 2014)

Insgesamt 6,89 kg/€ 97,86

… ein guter Kandidat für das „einträglichste“ Balkongemüse.

Minus die Ausgaben für Samen und Pflanzen bleiben immer noch € 69,12, und auch wenn ich davon noch einmal € 20 oder so für Balkonkisterl und Erde wegrechne, bleibt immer noch ein ordentlicher „Profit“.

Fensterkisterl

Sie vertragen auch viel Kälte, können früh im Jahr gepflanzt werden und – wie auch aus den Erntedaten ersichtlich – bis weit in den Winter hinein geerntet werden. Gerade die Babyleaf- und Asiasalate können auch ganz gut überwintert werden. Geschmacklich sind die Asiasalate ja nicht so ganz meins, aber nachdem sie mir bis jetzt immer sowohl die erste als auch die letzte Ernte geliefert haben und somit ihre Kälteverträglichkeit bewiesen haben, werde ich sie weiter anpflanzen.

2014 möchte ich versuchen, mehr Babyleaf-Salate selbst anzusäen anstatt Pflanzen zu kaufen – auch wenn ich sie in der Arbeit halbwegs billig bekomme, Samen sind trotzdem billiger.

Und hier sind alle Einträge zum Thema Salat.

Salat

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8 Antworten zu Rückblicke und Ausblicke – Salat

  1. Nadja schreibt:

    Salat habe ich auch letztes und vorletztes Jahr angebaut und die Ausbeute war gewaltig. Ich mag Asiasalate besonders gern und war sehr erfreut, wie gut sie ganz frisch schmecken!

    Liebe Grüße
    Nadja

  2. Kathrin schreibt:

    Hmm, ich muss mir heuer noch etwas einfallen lassen, damit der Salat nicht wieder den Schnecken zum Opfer fällt. Leider gestaltet sich dies schwieriger als gedacht. Die Blumenkisterln sind auch schon verplant, aber mal sehen, was sich machen lässt.

    lg kathrin

    • Ivynettle schreibt:

      Schnecken sind bei mir so ziemlich das einzige, mit dem ich kein Problem hab. Aber ich hab lange genug in den Gärten meiner Eltern damit gekämpft. Das einzige, was wirklich geholfen hat, waren die Laufenten, die wir ein paar Jahre gehabt haben – aber die haben nicht nur die Schnecken, sondern auch den Salat gefressen!

  3. johanna108 schreibt:

    Ich lese hier schon länger mit. zunächst einmal danke für den wunderbaren Blog. Letztes Jahr wurde ich- umzugsbedingt- auch zur Balkongärtnerin. Salat lohnt sich immer. Wird dieses Jahr auch ganz bestimmt wieder gepflanzt- und zwar in größeren Mengen als bisher. Bald geht’s wieder los. Bin schon gespannt.

    • Ivynettle schreibt:

      Es freut mich immer, wenn ich auch von bisher stillen MitleserInnen höre! :)
      Jetzt geht es wirklich bald los! Ich muss mir in den nächsten Tagen dringend Erde besorgen, damit ich wieder drauflos gärtnern kann!

  4. Anette Muck schreibt:

    Hallo Ivynettle,
    total interessant und sehr inspirierend- dein Balkon ist wirklich einmalig. Ich schreibe auch gerade über Salat und frage mich gerade, ob Selbstversorgung mit Salat möglich ist. Ich finde leider nirgendwo wieviel Salat ein Mensch so im Durchschnitt isst (ich kann mir kaum vorstellen, dass soetwas statistisch nicht erhoben wird). Was sagst du? Ist ausschließlich Selbstversorgung mit Salat möglich? Hast du im letzten Jahr nur vom Balkon Salat gegessen? 1,3 kg ist ja schon ne ziemliche Menge. Salat wiegt ja nicht viel…

    Liebe Balkongrüße
    Anette

    • Ivynettle schreibt:

      Soweit ich mich erinnern kann, habe ich in den letzten Jahren kaum Salat gekauft. Natürlich esse ich im Winter dann sehr wenig, auch die winterharten Asiasalate wachsen ja bei kaltem Wetter nicht so viel, aber ehrlich gesagt esse ich lieber keinen Salat, als den geschmacklosen aus dem Supermarkt.
      Der Winter ist somit ein bisschen schwierig, aber prinzipiell ist es sicher möglich. Kommt natürlich auch auf die Größe des Gartens und die Anzahl der Salatesser an.

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