Wie geht’s denn… den Süßkartoffeln?

(Und wieder hat es länger gedauert als geplant, bis ich ich hier wieder etwas schreibe. Aber wenigstens schaffe ich es überhaupt, etwas zu schreiben.)

Den Süßkartoffeln geht es dieses Jahr jedenfalls wunderbar. Das liegt vor allem daran, dass sie dieses Jahr zwei Blumenkisterl fast für sich allein haben, anstatt irgendwo dazu gequetscht zu werden, wo gerade noch eine Ecke frei ist.

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Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr Geld sparen, indem ich meine Stecklinge selber ziehe. Was ja prinzipiell nicht schwierig ist. Im Herbst ein paar Triebe abschneiden, in Wasser oder gleich in Erde bewurzeln lassen, irgendwo aufs Fensterbrett stellen und im Frühling entweder diese Pflanzen auspflanzen oder den ganzen Vorgang noch einmal wiederholen, um mehr Stecklinge zu bekommen.

(Das Bewurzeln ist absolut problemlos, oft sieht man schon am nächsten Tag die ersten Wurzelspitzchen. Das Überwintern als solches war bei mir problematischer, weil sie immer wieder von Wollläusen und Spinnmilben befallen worden sind.)

Oder man überwintert eine Knolle bzw. kauft sich im Spätwinter/frühen Frühling im Lebensmittelgeschäft eine Süßkartoffel, steckt die ins Wasser, bis sie Wurzeln und danach Triebe bildet, und schneidet von denen Stecklinge.

Das habe ich auch gemacht:

gab100_9671 Ipomoea batatas

Bei den Knollen aus dem Lebensmittelhandel wird man mit ziemlicher Sicherheit immer grünes Laub bekommen, nicht die dunklen, gelbgrünen oder weiß gerandeten der Ziersorten – wobei das grüne Laub meiner  Meinung nach auch ganz hübsch ist. Die Knollen, die ich bis jetzt zu kaufen bekommen habe, haben oranges Fleisch, während die Ziersorten weißfleischig sind. Es gibt auch violettfleischige, die ich aber bis jetzt nur durch eine amerikanische Blog-Bekanntschaft kenne und noch nie in Echt gesehen habe.

Leider bin ich aber mit meinen selbstgezogenen Stecklingen immer recht spät dran, weil der Frühling einfach in der Arbeit auch sehr stressig ist, und für meinen eigenen Garten nicht mehr so viel Zeit und Energie bleibt. (Das Foto ist vom 8. Mai, und da habe ich noch nicht einmal Stecklinge geschnitten, obwohl ich sie eigentlich Mitte Mai auspflanzen wollte.) In dem zweiten Kistchen oben habe ich auch meine Stecklinge von der grünlaubigen Süßkartoffel gepflanzt, aber sie sind immer noch nicht wirklich sichtbar.

Und weil ich sie einfach hübsch finde, kann ich den Ziersorten nie widerstehen, obwohl sie sicher nicht für einen guten Ertrag gezüchtet sind. (Vor allem die dunkellaubige – ich glaube, die Sorte heißt ‚Blackie‘ – kann allerdings schon einen ganz anständigen Ertrag bringen.) In dem ersten Kisterl habe ich ‚Blackie‘ und die gelbgrüne ‚Marguerite‘ mit meinem geliebten rotlaubigen Hänge-Sauerklee (Oxalis vulcanicola) kombiniert – leider habe ich nie die Chance, untertags ein Foto zu machen, wenn die Kleeblüten geöffnet sind.

Mit mehr Platz und mehr Sonne als sonst und bis jetzt ziemlich regelmäßiger Düngerversorgung kann ich hoffentlich dieses Jahr auch auf ein paar Knollen hoffen.

Um ehrlich zu sein, gibt es allerdings doch ein paar Süßkartoffeln, die wieder in irgendwelchen nicht-so-idealen Plätzen gelandet sind. Alle meine selbstgezogenen Stecklinge von den Ziersorten, und eine Pflanze die ich in meinem Sammelwahn später noch zusätzlich gekauft habe.

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Keine Ahnung, welche Sorte das ist, auf Google findet man einfach zu viele ähnliche mit herzförmigen dunklen Blättern.

Und ich wollte schon seit Jahren eine Sorte wie diese:

gab100_3622 Ipomoea batatas 'Bright Ideas  Rusty Red'

Und dieses Jahr hab ich es endlich geschafft, einen Steckling in die Finger zu bekommen:

gab100_0192

Sieht noch nicht nach viel aus, und es wird wohl dieses Jahr nicht mehr viel draus werden, aber ich kann mir ja – wieder einmal – vornehmen, nächstes Jahr früher eigene Stecklinge zu machen…

Genau so, wie ich mir – wieder einmal – vornehme, hier bald wieder was zu posten. Mal schauen, wie das mit diesen Plänen hinhaut…

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6 Antworten zu Wie geht’s denn… den Süßkartoffeln?

  1. Anyusha schreibt:

    Einen tollen Blog muss man weiterempfehlen, bei Dir lese ich sehr gerne mit und darum habe ich Dich für den „LIEBSTER Award“ nominiert. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du die Nominierung annimmst! Mehr dazu und wie es funktioniert findest Du auf meinem Blog dunkelbunt: http://anyusha.wordpress.com/2014/07/25/liebster-award-discover-new-blogs/
    LG, Anyusha

  2. Kathrin schreibt:

    Ist die Ernte bei den Süßkartoffeln denn eigentlich recht ergiebig? Ich hatte mit ihnen bisher wenig Glück.

    LG kathrin

    • Ivynettle schreibt:

      Bei mir war die Ernte bis jetzt immer eher mickrig – hier sieht man die Ernte von vor zwei Jahren. Aber in den Schaukisterl in der Arbeit sind immer einige Kilo drinnen, wenn wir sie im Herbst ausleeren (nur kriegen die viel Kunstdünger und Autoabgase ab und sind somit sicher nicht übermäßig gesund…). Ich hoffe, das ich das dieses Jahr auch zusammenbringe, nachdem ich mit dem Platz und dem (Bio)Dünger ein bisschen großzügiger bin.

  3. Frederik schreibt:

    Wie ergiebig die Ernte ist würde mich auch interessieren. Ich finde den Geschmack von Süßkartoffeln nämlich super! Allerdings habe ich bisher immer vermutet, dass diese in Balkonkästen viel zu wenig Ertrag liefern.

    • Ivynettle schreibt:

      Bis jetzt ist es mir noch nicht recht gelungen, aber prinzipiell ist es möglich, einen anständigen Ertrag zu kriegen (siehe die Antwort auf Kathrins Kommentar.)

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