Rankgerüst

In Antwort auf die Frage einer Leserin, und weil die Erbsen sowieso schon was zum Klettern gebraucht haben, hab ich beim Aufbau des ersten Gerüstes ein bisschen mitfotografiert. Bis vor kurzem sind die großen Bambusstangen ja noch irgendwie in der Ecke gelehnt und haben darauf gewartet, wieder verwendet zu werden.

rgDSC03541

Der erste Schritt ist also logischerweise, die Stangen wieder aufzustellen und so tief wie möglich in die Erde der Tröge zu stecken.

rgDSC03542

Seit die Tröge auf den Holzkisten stehen (was den Vorteil hat, dass die Pflanzen nicht so tief im Schatten der Brüstung sind), passen die Stangen gerade noch zwischen Trogboden und Decke, was es einerseits etwas schwierig macht, sie hineinzustecken, andererseits aber die Standfestigkeit verbessert, weil sie oben an der Decke feststecken.

Trotzdem werden die Stangen noch zusätzlich gesichert: an der Außenseite dadurch, dass ich sie zwischen Wand, Brüstung und dem ersten Kisterl festklemme:

rgDSC03545

Und an der Innenseite binde ich die Stange an einem Haken fest, den ich an der Decke angebracht habe.

rgDSC03546

Nachdem die Stangen fest stehen, kommt der nächste Schritt: die erste Querstange.

rgDSC03551

Meine Rankgerüste haben meistens drei Querstangen, zwischen denen dann Schnüre gespannt werden. Die erste befestige ich immer auf Höhe der Brüstung, einfach deswegen, weil ich das eine Ende dann dort ablegen kann, während ich das andere festbinde.

rgDSC03552

Bambusstangen sind sehr glatt, so dass sie leicht verrutschen, auch wenn man sie sehr eng aneinander bindet. Am besten hält es, wenn man sie bei einem Knoten zusammen bindet, also an so einer Stelle:

rgDSC03549

Dort umwickle ich beide Stangen kreuzweise mit Schnur (in diesem Fall, altem Baumwollgarn, dass ich für irgendeine Handarbeitsidee gekauft habe, aus der dann eh nichts geworden ist.)

rgDSC03547

Die Querstange ist letztendlich ein bisschen schief geraten, weil die Knoten nicht auf gleicher Höhe waren, aber wenigstens wackelt sie nicht.

rgDSC03554

rgDSC03553

Auf zu Schritt drei, den Schnüren, an denen die Erbsen dann hochklettern werden. Und da habe ich einen netten kleinen Trick entdeckt. Ich verwende dazu metallene Vorhanghaken (gibt’s bei Ikea unter dem Namen Riktik, aber wahrscheinlich gibt es etwas ähnliches auch woanders.) Er funktioniert allerdings nur bei Plastiktöpfen/-trögen, die einen umgebogenen Rand haben.

rgDSC03556

Ich binde die Schnur zuerst an einem Ende der Querstange fest (bzw. am besten an der Stelle, wo sie mit der senkrechten Stange verbunden ist, damit sie nicht verrutscht), hänge den Haken mit der kleineren Schlaufe an der Schnur ein:

rgDSC03559

und hake das andere Ende beim Topfrand ein:

rgDSC03561

rgDSC03565

rgDSC03564

Die Schnur wird so im Zick-zack zwischen Querstange und Topfkante gespannt. Bei den Erbsen mache ich das immer entlang der Hinter- und Vorderkante, obwohl die Vorderkante allein wahrscheinlich reichen würde, weil sich die Pflanzen sowieso immer nach vorne – von der Wand weg, zum Licht hin – neigen.

Um die Querstange wickle ich sie einmal rundum, damit sie nicht so leicht verrutscht. Wichtig ist, eine Schnur zu verwenden, die sich nicht dehnt, sonst wird das ganze mit der Zeit locker und die Haken halten nicht mehr.

rgDSC03560

rgDSC03562

Aus Zeitmangel habe ich nur diesen einen Abschnitt des Gerüsts aufgebaut.

rgDSC03566

Der selbe Zeitmangel hat dazu geführt, dass schon wieder so viel Zeit vergangen ist, seit ich diese Fotos gemacht habe, dass die Erbsen schon fast bei der Querstange angekommen sind, so dass ich bald die nächste anbringen und wieder Schnüre spannen muss. Die ersten der Melonen, die nach den Erbsen hier wachsen sollen, sind am Küchenfenster auch schon gekeimt.

Schauen wir einmal, ob mir die Arbeit und mein eigenes Grünzeug diese Woche Zeit lässt, ein bisschen mehr zu bloggen…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Balkongarten abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Rankgerüst

  1. Sabrina schreibt:

    vielen dank für die schöne Erklärung, diese Haken Idee ist super. Ich habe mir „teuer“ Rankhilfen gekauft :-( Aber ich werde die Variante auch mal ausprobieren, allerdings umwandelt für Gurke und Melone, mal sehen ob das auch klappt :-)
    was ist eigentlich das ROTE in deinen Kästen das dort schon so groß ist?

    • Ivynettle schreibt:

      Ich verwende das selbe Rankgerüst auch für Melonen (die kommen in diese beiden Tröge, wenn die Erbsen abgeernet sind) und für Bohnen, und die Gurken werden heuer auch in einen Trog mit so einem Gerüst kommen.
      Das rote ist roter Grünkohl (dummer Name, ich weiß, aber er heißt wirklich so), den ich schon im Herbst gepflanzt habe. Jetzt blüht er gerade wunderschön hellgelb (was bedeutet, dass ich ihn endlich abernten und aufessen sollte, aber so viel Kohl auf einmal mag ich dann auch nicht.)

  2. Anna von "Mach mal" schreibt:

    Toll, dass du dir so viel Mühe mit dem Tipp gegeben hast. Dank der Fotos ganz leicht nachzubauen! Liebe Grüße, Anna von „Mach mal“

  3. Natalie schreibt:

    Das mit den Haken ist eine gute Idee – ich nehm immer zum Ranken ein altes Gitter vom Kaninchenkäfig was im Keller gefunden hab^^

    Deine Pflanzen sind immer schon so gross – meine „Kleinen“ sollten auch langsam raus – befürcht aber den besuch der Kalten Sophie im Mai noch :-(

    • Ivynettle schreibt:

      Die empfindlicheren Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Bohnen habe ich auch noch nicht eingesetzt. Aber Salate, Erbsen, Kohlgemüse und die meisten Wurzelgemüse halten ohne Probleme auch ein bisschen Frost aus. Die kann man ruhig schon im März und April pflanzen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s