Gartenspaziergang (ja, schon wieder)

Mittlerweile ist schon wieder eine Woche vergangen, seit ich diese Fotos gemacht habe – genau zwei Wochen nach denen vom letzten Gartenspaziergang. In diesen zwei Wochen hab ich einiges umgeräumt, die letzten Töpfe bepflanzt – bis auf die Gurken, Zucchini und Melonen, die am Küchenfenster noch ein bisschen wachsen dürfen, ist jetzt das ganze Gemüse gepflanzt (gut, ein paar Lücken entstehen immer wieder, in die ich was nachsetzen oder säen “muss”).

Blick von der Straße – mittlerweile sind auch die Erbsen gut sichtbar:

Wenn man das mit dem ersten Foto vom letzen “Spaziergang” vergleicht, sieht man, dass ein paar Kisterln die Plätze gewechselt haben – ich bepflanze immer (na ja, “immer” ist gut, ich wohne ja erst das zweite Jahr da!) zwei von den 1 m langen Kisterln erst mit Hornveilchen und Gemüsen, die ein bisschen mehr Kälte vertragen (dieses Jahr waren es Asiasalate) und stelle die auf die Fensterbretter. Die anderen zwei 1 m-Kisterl werden später bepflanzt und kommen erst mal geschützt auf den Balkon. Bzw. eines dann auch ans Geländer (das andere ist ein bisserl größer, da passen meine Haken nicht). Im Mai wird dann umgeräumt – die Kisterl, die jetzt an den Fenstern stehen, sind mit Pflücksalat, Mangold, Süßkartoffeln, Kapuzinerkresse und Glücksklee bepflanzt.

Die Asia-Salate aus den “ehemaligen” Fensterkisterln (die jetzt ganz rechts am Balkon hängen) sind großteils abgeerntet. Zum Teil treiben sie zwar wieder aus, aber die meisten wachsen gleich aus, d.h. fangen an zu blühen. Zwar ganz hübsch, aber nicht Sinn und Zweck der Sache, also werde ich da wohl auch neu bepflanzen.

Die “neuen” Fensterkisterl sieht man im letzten Eintrag aus der Nähe. Begeben wir uns also direkt auf den Balkon – Blick durch die Tür:

Die Westseite, mit Erbsen und Kohlrabi, und Tomaten und so am Geländer entlang (Südseite):

Die Südseite – Tomaten, Melanzani, Paprika, jede Menge Kräuter und diverses “Kleingemüse”:

Noch ein Blick auf die Südseite – hier wird gestapelt:

Die Tomaten werden ja leicht hoch genug, um aus dem Schatten der Brüstung hinauszuwachsen. Die Paprika und Melanzani allerdings nicht – und die Plätze, an denen sie letztes Jahr gestanden sind, sind dieses Jahr schon von anderem Grünzeug belegt. Also hab ich zwei von den Plastiktrögen einfach versetzt auf die Tontöpfe für die Tomaten gestellt – da muss ich Andrea Heistinger für die Inspiration danken – es müssen ja nicht immer Gemüsekisten sein! Unter den Trögen ist wunderbar Platz für die Gießkanne und die verblühten Blumenzwiebeln.

Wie gehabt, kunterbuntes Chaos in den Kisterln am Geländer – sieht man auch hier gut.

Wie ich da noch ernten soll, wenn Tomaten, Paprika und Melanzani größer sind, weiß ich noch nicht so ganz… na ja, wird schon irgendwie gehen. Manche Kräuter, wie den Zitronenthymian, müsste ich eh schon zum Trocknen schneiden.

Die Südostecke:

Vorne rechts ein Topf für Trichterwinden (die hat es mich dieses Jahr nicht vorziehen gefreut, mal schauen, ob sie trotzdem so wuchern wie letztes Jahr!) und ein paar Weihnachtskakteen, dann Erbsen und Kohlrabi. Den Rest sieht man am nächsten Foto besser:

Rechts wieder der Erbsen/Kohlrabi-Topf, hinten an der Wand die Bohnen, mit frisch gespannten Schnüren zum Raufranken, bepflanzte Einkaufstaschen (irgendwann gibt’s einen Eintrag darüber), der Topfturm, Ananas- und Pfeffersalbei.

Das Wohnzimmer-Fensterbrett an der Nordseite, voll mit Zimmerpflanzen auf Sommerurlaub (vor allem Amaryllis) und einer Blumenschale (so viel “Luxus” muss sein):

Blick zurück nach Westen – noch mehr Zimmerpflanzen und mein Wandelröschen (das noch nicht blüht):

In der Woche, seit ich die Fotos gemacht habe, hat sich nichts wesentliches geändert – unter der Woche hab ich ja auch keine Zeit um irgendwas zu machen als arbeiten, kochen, essen und ein bisschen faul vorm Computer sitzen – aber wenigstens die letzten zwei Sachen hab ich fast jeden Tag auf dem Balkon gemacht. Da seh ich wenigstens nicht, was drinnen alles geputzt gehört! Und mein Jasmin blüht (endlich!) und duftet einfach himmlisch.

Gut, eins hat sich geändert, seit Donnerstag hab ich einen eigenen Balkontisch – hurra, ich muss nicht mehr meinen Esszimmertisch hin und her tragen!  – einen winzig kleinen, neben dem noch genug Platz bleibt, um vorbeizugehen. Gerade groß genug zum Essen, oder für den Laptop. Gebloggt wird also jetzt von hier:

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Platz da!

Eine kleine Vergleichssstudie:

Ich habe dieses Jahr zwei 1 m lange Blumenkisterl mit je vier Pflücksalaten bepflanzt (am 12.3.) und  später (1.4.) je zwei Mangoldpflänzchen dazu gesetzt. In eines kamen zusätzlich drei Hornveilchen.

Beide wurden gleich gedüngt (nicht viel… ich bin faul. Und im Stress.) und ungefähr gleich viel beerntet (mittlerweile insgesamt 690 Gramm Pflücksalat). Gut, ganz eins zu eins kann man sie nicht vergleichen, weil das Kisterl ohne Hornveilchen geschützter gestanden ist als das mit Hornveilchen. Trotzdem glaube ich, dass die Unterschiede zwischen den Kisterln hauptsächlich auf die Hornveilchen zurückzuführen sind.

Vor drei Wochen hab ich umgeräumt, die Salatkisterln stehen seitdem auf den Fensterbrettern statt am Balkon, und letztes Wochenende hab ich die Hornveilchen zurückgeschnitten, weil sie mit dem warmen Wetter nicht so glücklich sind, extrem hoch geworden und zum Teil umgefallen sind, und Mehltau bekommen haben. Wahrscheinlich sollte ich sie einfach ganz ausreißen, aber das bring ich einfach noch nicht übers Herz!

Jedenfalls – Küchenfenster mit Hornveilchen:

Küchenfenster nach dem Hornveilchen-Rückschnitt:

Zum Vergleich: am Schlafzimmerfenster:

Wie gesagt, der geschütztere Standort mag ein Faktor gewesen sein, aber ich glaube, dass der Hauptunterschied war, dass die Pflanzen im zweiten Kisterl viel mehr Platz zum Wachsen gehabt haben und nicht mit den Hornveilchen um Wasser, Nährstoffe und Licht “kämpfen” mussten.

Man sieht also ziemlich gut, wie wichtig es ist, Pflanzen genügend Platz zu geben. Aber nur weil ich’s weiß, heißt das noch lange nicht, dass ich’s mache – ich predige das zwar auch in der Arbeit meinen Kunden, und dann geh ich heim und stopf überall viel zu viel Pflanzen rein! *schäm* (Wenn die Hornveilchen halt so schön sind – ich will sie alle haben!)  Auf Englisch gibt’s da den schönen Spruch “Do as I say, not as I do” – also, tut was ich sage, und nicht was ich tu! Gebt euren Pflanzen genügend Platz zum Wachsen!

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Ungewöhnliche Perspektiven

Nachdem ich am Wochenende den Esstisch auf den Balkon geräumt hab (erst, weil ich Rankgerüste bauen wollte, und keine Leiter hab, dann weil es ja auch schön ist, draußen zu essen), hab ich ein paar Fotos aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel machen können.

Der Garten im Überblick (zumindest über die Hälfte davon):

Links (am Geländer entlang) die Töpfe mit Tomaten, Melanzani und Paprika, hinten Erbsen und Kohlrabi, rechts in der Ecke ist die Tür, und daneben ein paar Zimmerpflanzen auf Sommerurlaub.

Der Topfturm von oben:

Das rote ganz oben ist ein Ziersauerklee, für den ich leider keinen deutschen Namen finde – botanisch heißt er Oxalis spiralis subsp. vulcanicola, auf Englisch “volcanic sorrel”, also Vulkanischer Sauerklee. Jedenfalls “wohnt” der über dem Topfturm in einem Hängetopf – der Turm ist mit Oka bepflanzt, die ja auch eine Sauerklee-Art ist.

Sieht fast aus wie ein ziemlich chaotisch bepflanztes Gartenbeet, ist aber das Geländer:

Kisterl innen und außen, und dazwischen auf der Mauer sind auch noch ein paar Topfpflanzen “zwischengelagert”…

Ich hätte ja noch jede Menge, über das ich schreiben möchte, aber die Zeit ist um diese Jahreszeit verdammt knapp!

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Es grünt so grün, wenn Balkoniens Blüten blühen

Jede Menge Hornveilchen – langsam wird es ihnen zu warm, sie sind dauernd welk, zu hoch, um noch gerade zu stehen und sie kriegen Mehltau und Blattläuse… aber wie kann ich sie wegtun, wenn sie noch so schön blühen?

Die war ursprünglich rein rot – jetzt ist sie noch schöner, nur seh ich sie kaum, weil der Rosmarin immer im Weg steht (das Foto hab ich vom Parkplatz unten gemacht.)

Und außerdem brauch ich ja meine essbaren Blüten, um meine Salate und so zu dekorieren.

Die ganzen Sauerklee-Arten sollten auch alle essbar sein, aber ich hab sie hauptsächlich, weil sie hübsch sind:

Die Erbsen hab ich zwar zum Essen angepflanzt, aber sie haben auch schöne Blüten:

‘Ambrosia’

‘Blauwschokker’

Nur die ‘Golden Sweet’ ist ein bisschen kamerascheu.

Die Tomaten blühen fast alle:

Ist diese Blüte nicht absolut perfekt?

Ich hab immer wieder Kunden, die sich Sorgen machen, weil ihr Schnittlauch blüht – kein Grund zur Sorge, das ist ganz normal, es gehört einfach zum normalen Lebenszyklus einer Pflanze, dass sie blühen/Samen bilden/sich vermehren will. Früher hab ich die Knospen auch immer abgezupft, ohne wirklich zu wissen, warum ich das eigentlich mache – mittlerweile tu ich mir das nicht mehr an. Erstens sind die Blüten hübsch, und zweitens sind sie auch essbare Salat-Deko.

Der Ananassalbei in voller Blüte:

Meine lieben “Haustierchen” – die Ameisen, die ich einfach nicht loswerde – haben in jede Blüte ein Loch geknabbert, damit sie leichter an den Nektar kommen. Sie sind zwar lästige Viecher, aber nicht blöd – und wenn sie so leckeren Ananassalbei-Nektar haben, wundert’s mich nicht, dass sie der Ameisenköder nicht interessiert!

Und noch eine von den wenigen Zierpflanzen – ziemlich neu noch, und einfach toll: meine rote Passionsblume.

Perfekter als die kann eine Blüte doch gar nicht sein – nur die Farbe kommt auf dem Foto nicht so richtig zur Geltung, die war mindestens so knallrot wie der Ananassalbei.

 

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Die Eisheiligen…

… waren dieses Jahr recht pünktlich – genau am 12. Mai ist es kalt geworden. Bei uns hat’s zwar zum Glück nicht mehr gefroren, aber von 15° in der Nacht auf 4° ist doch ein ziemlicher Temperatursturz.

Erstaunlicherweise hat das Basilikum am Balkongeländer diese kalten Nächte gut überlebt. Aber die Gurke…

Obwohl sie eh eine schöne geschützte Ecke gehabt hat, und ein Vlies… die ist hinüber! Und dabei war sie schon so schön groß!

Aber gut… Gurkenpflanzen sind ja nicht teuer, und wachsen eh schnell, und ob in dem Fahrradkorb voller Pflanzen, den ich gestern sowieso kaufen “musste” noch eine Gurke mehr drin ist, ist dann auch schon egal.

Und außerdem darf ich gar nicht jammern, wenn die Erbsen im selben Topf so aussehen:

Vielleicht krieg ich dieses Jahr ja doch mehr als zwei, drei Hülsen!

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Gartenspaziergang

Zugegeben, seit ich am Sonntag diese Fotos gemacht hab, hab ich schon wieder ein paar Sachen umgeräumt, aber im Großen und Ganzen sieht’s auf dem Balkon zur Zeit so aus:

Blick von der Straße:

Ich will ja nicht angeben, aber ich hab auf jeden Fall den schönsten Balkon im Haus, und wahrscheinlich in der ganzen Straße.

Blick durch die Balkontür:

Die Westseite:

Von rechts, ausgehend von der Balkontür: Topf für Trichterwinden; Trog (30×60 cm) mit Erbsen/Zuckererbsen (mit den ersten Blüten) und Kohlrabi; Biomüll-Kübel; Topf (40 cm) mit gelben und roten Wildtomaten (‘Gelbe Johannisbeere’ und ‘Tess’s Land Race’). Am linken Bildrand hängen noch Blätter aus den Kisterln am Geländer rein. Der Erbsen-Trog steht auf einer Kiste, damit er nicht ganz so tief im Schatten der Brüstung steht. Die Erbsen klettern auf einem Gerüst aus Bambusstäben und Häkelgarn (was man halt so daheim herumliegen hat…) und fangen endlich zu blühen an. Auch die Tomaten blühen schon fleißig.

Am Geländer:

Hier wachsen: Hornveilchen, Rucola, wilde Rauke, Karotten, Rüben, Petersilie, Schnittlauch, Pflücksalat, Süßkartoffeln, Rosmarin, Majoran, Oregano, Thymian, Zitronenthymian, Lavendel, Zitronenmelisse, Radieschen, Borretsch, Basilikum, Bohnenkraut, Salbei… wahrscheinlich noch irgendwas, das ich vergessen hab.

Blick zur Ostseite:

Noch ein Erbsen-/Kohlrabi-Topf (40×40 cm), zwei Bohnen-Tröge (30×60 cm), wieder alle auf Kisten stehend, improvisierter Pflanzsack aus einer Einkaufstasche (darüber gibt’s – hoffentlich – demnächst einen eigenen Eintrag).

Zwischen Erbsen und Bohnen hat sich noch Liebstöckel versteckt:

Die hintere Ecke mit Topfturm:

Zwei Tomatentöpfe (je ca. 37 cm, mit ‘Black Plum’/'Green Grape’ und ‘Coyote’ (weiße Wildtomate) und ‘Dunkle Zakopane’) dürfen auch noch da hinten stehen und die Sonne genießen – demnächst müssen sie dann an die Vorderseite übersiedeln und erst mal aus dem Schatten der Mauer rauswachsen.

Am Fensterbrett:

Kisterl (1 m) mit Salat und Mangold (und diversen verblühten Zwiebelblumen) und zwei Schalen (30 cm) mit Radieschen:

Der problematische Teil ist, dass einige Zimmerpflanzen auch schon Sommerferien am Balkon machen wollen, wodurch kaum mehr Platz zum Gehen bleibt:

Aber irgendwie findet sich trotzdem immer Platz für ein paar Blumen, für mein Wandelröschen-Bäumchen, ein paar Töpfe Trichterwinden, eine kleine Blumenschale neben der Balkontür…

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Da haben wir den Salat!

Um genau zu sein, viel zu viel davon!

Acht Pflanzen Pflücksalat und zwei Fensterkisterln mit Asia-Salat-Mischungen waren dann doch ein bisschen zu viel des Guten.

Eins von den Salatkisterln hängt am Geländer, mit ein paar Hornveilchen zwischen den Salatpflanzen, oder vielleicht eher Salatpflanzen zwischen den Hornveilchen… der Balkon soll ja auch hübsch aussehen, und außerdem kann man Hornveilchen ja auch essen. (Das mache ich aber immer erst, nachdem ich die Pflanzen schon einige Wochen zu Hause gehabt habe, in der Hoffnung, dass sich eventuelle Spritzmittel bis dahin abgebaut haben. Obwohl sie eh nicht so gut schmecken, dass ich größere Mengen davon essen möchte… eigentlich finde ich, dass sie nach gar nichts schmecken, aber sie sind halt eine tolle essbare Deko.)

Das zweite Kisterl steht hinten am Wohnzimmerfensterbrett, weil ich keine passenden Haken habe, um es aufzuhängen – das kommt dann später ans Küchen- oder Schlafzimmerfenster. Wahrscheinlich in den nächsten Tagen, sobald ich die Süßkartoffeln dazu gesetzt habe. Eine ist ja schon eingesetzt (rechts im unteren Bild, vor dem gelben Mangold), aber hauptsächlich dient dieses Kisterl noch als Zwischenlager für Töpfe mit Blumenzwiebeln und eine Fetthenne, die ich eigentlich auf dem Balkon gar nicht brauchen kann… muss ich mal meiner Oma mitnehmen.

Bei den Salatpflanzen in diesen beiden Kisterln merkt man einen deutlichen Größenunterschied. Das mag zum Teil daran liegen, dass es hinten am Fensterbrett geschützter und wärmer ist, und der Salat dort schneller wächst. Auf jeden Fall ist es hinten schattiger, was man beim Lollo Rosso deutlich merkt, der am Fensterbrett viel blasser ist als am Geländer.

(Nur so am Rande: rote Blattfärbung ist eigentlich ein Sonnenschutz – so wie wir Menschen bei viel Sonne braun werden, werden (manche) Pflanzen rot, und je mehr Sonne, desto intensiver ist die Färbung. Umgekehrt werden wir bei einem Sonnenbrand rot, die Pflanzen aber braun und dürr. Finde ich irgendwie lustig.)

Die nächsten zwei Bilder sind schon etwas älter, ca. zwei Wochen – mittlerweile merkt man den Größenunterschied noch mehr, aber jetzt hab ich kaum Zeit zum Fotografieren, und wenn ich Zeit habe, ist es schon zu dunkel.

Wie gesagt, unterschiedliches Kleinklima mag ein Grund sein, aber hauptsächlich, glaube ich, sind die Salatpflanzen am Geländer kleiner, weil sie so zwischen wuchernden Hornveilchen eingequetscht sind. Ich predige ja meinen Kunden immer, sie sollen nicht zu viel in ein Kisterl setzen, aber was mach ich selber? Da wird reingestopft, was nur geht, und dann noch ein bisschen mehr…

Pflücksalat ist, finde ich, eins der besten Balkongemüse – braucht nicht viel Platz, wächst schnell, man kann immer wieder ein bisschen ernten (oder, wenn man viel zu viel setzt, so wie ich, immer wieder eine ganze Menge!), und vor allem ist Salat für mich ein Gemüse, bei dem Frische wirklich zählt. Und frischer als vom Balkon direkt in die Salatschüssel geht’s einfach nicht!

Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal wieder, Salatpflanzen selbst aus Samen zu ziehen. Ich hab vor Kurzem bei einem Samen-/Pflanzentausch Samen von geflecktem Eichblattsalat aus England bekommen. Schaut ja derweil ganz gut aus:

Nur… so gern ich die Zahl elf mag, elf Salatpflanzen könnten dann doch ein bisschen viel werden!

Von den Asia-Salaten bin ich nicht ganz so begeistert. Geschmacklich sind sie nicht schlecht, aber durch das heiße Wetter in der letzten Zeit wollen sie alle schon anfangen zu blühen, und ich komm mit dem Ernten gar nicht nach.

Ganz so viel Salat mag ich dann doch nicht essen (kann ich auch gar nicht… muss ja auch Pflücksalat essen, und Rucola, der nämlich auch schon unbedingt blühen will und zurückgeschnitten gehört), also verkoche ich auch einiges. Bei meinen derzeitigen Arbeitszeiten würde ich ja lieber gar nicht mehr kochen, aber so kann ich nicht anders – was wächst, muss auch gegessen werden! Also hat die Salatschwemme wenigstens den Vorteil, dass ich mich weiter gesund ernähre.

390 Gramm alleine diese Woche (und dazu 90 g Pflücksalat) – 860 g seit der ersten Ernte Ende März, und das Schlafzimmerfenster ist noch längst nicht abgeerntet – und ich glaube, dass das meiste auch noch einmal austreibt.

Aber ich glaube, nächsten Frühling werde ich weniger davon ansäen. Asia-Salate sind wahrscheinlich besser im Herbst. Sie sollen ja Kälte gut vertragen, aber Hitze mögen sie offensichtlich nicht so.

Und, ja, ich weiß meistens genau, wie viel ich wann von welchem Gemüse geerntet hab. Ich will ja am Ende des Jahres sehen, ob sich mein Garten endlich ausgezahlt hat! Also wird alles gewissenhaft abgewogen und aufgeschrieben.

Andererseits… wie soll man frisch geernteten, knackigen, bunten Balkon-Salat mit halb welkem Supermarkt-Salat vergleichen…?

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